Geschichtlicher Überblick


Das Bürgerspital a. D. 1352

1352 wurde das Bürgerspital in Lienz erstmalig erwähnt. Im alten Heiliggeist- oder Bürgerspital konnten begüterte und arme Lienzer, die unversorgt waren, ihren Lebensabend verbringen. Entsprechend dem Wissensstand der Medizin der damaligen Zeit hatte die Einrichtung kaum etwas mit einem Krankenhaus zu tun. Bis 1822 wurde das Lienzer Spital als Versorgungsstätte für Arme bezeichnet. Ab März 1857 wird laut Ratsprotokoll das Bürgerspital als öffentliche Krankenanstalt betrachtet. Bis 1843 wurden Patienten des damaligen Lienzer Spitals hauptsächlich vom sogenannten „Wärterpersonal“ pflegerisch versorgt. Ab 1843 übernahm die Pflege der Kranken der „Orden der Barmherzigen Schwestern“ im Lienzer Spital (vgl. Pizzinini, 1982).

Ab 1948 war es kaum möglich, entsprechend notwendiges und geprüftes Pflegepersonal für den Betrieb des Krankenhauses, und vor allem für das im Bau befindliche Infektionshaus, aufzubringen. Aus diesem Grund brachte im September 1957 der damalige Anstaltsdirektor Prim. Dr. Gasser den Vorschlag ein, eine eigene Krankenpflegeschule einzurichten.

Am 5. Mai 1958 wurde dem Bauansuchen die erforderliche Bewilligung erteilt. Mit Bescheid vom 15. Juli 1959 wurde dem Ansuchen um die staatliche Anerkennung vom Bundesministerium für Soziale Verwaltung stattgegeben.

Erster Kurs ab 1. Oktober 1959

Bereits am 1. Oktober 1959 konnten 25 Schülerinnen unter der Internatsleitung von „Mutter“ Michelina von den Barmherzigen Schwestern aus Innsbruck, ihre Ausbildung zur "Krankenschwester" beginnen (vgl. Krieghofer, 1971). Im Jahre 1962 wurde das Diplom an die Absolventen des 1. Kurses überreicht. Bis zum Jahre 1984 startete alle drei Jahre ein Lehrgang zur diplomierten Krankenschwester oder Krankenpfleger, ab 1985 alle zwei Jahre und seit dem Jahre 1993 wird die dreijährige Ausbildung in der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege jährlich angeboten.